Freitag 17. November 2017

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ICH LIEBE MEIN LEBEN und möchte es nicht immer verteidigen müssen

Grundsätzlich ist mir wichtig vorweg festzuhalten, dass mit der von mir initiierten Kampagne „Wir sind kein Schadensfall“ die Rechte der Frauen auf Selbstentscheidung unter keinen Umständen angegriffen werden. Letztendlich steht es außer Frage, dass jede Frau nach bestem Wissen und Gewissen ihre Entscheidung selbst treffen muss. Eine getroffene Entscheidung – wie auch immer – ist nicht angreifbar.

 

unknownDarf ich mich vorstellen http://www.m-hengl.com/

Dieses Mädchen bin ich – 5 Jahre – und das 1. Kind meiner geliebten Eltern. Ich bin auch stolze Schwester von Hildegard, Sepp, Eva und Gertraud.

 

Ich wurde mit einer Behinderung geboren, die es mir nicht erlaubt, mein Essen alleine zu mir nehmen zu können oder den täglichen Gang zur Toilette alleine zu bewältigen, dennoch liebe und genieße ich mein

Leben über alles! Mein Charme, meine Hartnäckigkeit und meine schwere Behinderung in Kombination empfinde ich als Lottosechser! Ich fühle mich verpflichtet, meine Talente einzusetzen um Barrieren und Vorurteile abzubauen und für diejenigen zu sprechen, die sich nicht trauen in der Öffentlichkeit zu stehen bzw. denen die Möglichkeit aufgrund verschiedener Hindernisse noch fehlt. Denn alle Menschen, die geboren werden sind von Gott gewollt und ein Geschenk! Für jeden findet sich auf dieser Welt der richtige Platz, an dem sein Wirken wertvoll und fruchtbar ist.

 

Die vielen unterschwelligen Botschaften in all den Presseaussendungen der vergangenen Zeit sind atemberaubend schockierend! Man/frau könnte meinen, es dürfe nur Menschen geben, die Aufgrund von „tadellosen“ Voraussetzungen wie vollständiger Gesundheit und/oder Schönheit eine Berechtigung zu leben haben.

 

Würden Sie ihrem Kind sagen: „Wir kriegen Geld für dich, weil wir dich zur Welt bringen mussten“?

 

Nach geltendem Recht kann die Geburt behinderter Kinder Schadenersatzanspruch auslösen, wenn der Arzt die Behinderung nicht erkannt hat. Weil menschliches Leben aber niemals ein Schaden sein kann, soll ein aktueller Gesetzesvorschlag ab Juni 2011 verhindern, dass Ärzte in solchen Fällen geklagt werden können.
 
Es gehe um Schadenersatz, die Sorgfaltspflicht der Ärzte und darum, den Frauen die Entscheidung zu überlassen, so unsere Frauenministerin Heinisch-Hosek ...

Was für ein absurdes Argument! Das Gesetz würde an der ärztlichen Sorgfalts- und Aufklärungspflicht ebenso wenig ändern, wie an der Entscheidungsfreiheit betroffener Frauen. Auch für Kunstfehler während Schwangerschaft oder Geburt blieben Mediziner weiterhin verantwortlich.

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Das Leben betrifft uns alle. Und über jedem Pro und Kontra steht die Würde des Menschen – egal, wie er geboren wird. Deshalb sind wir alle gemeinsam gefragt, die nötigen Strukturen und Sicherheiten zu schaffen. So muss Pränataldiagnostik neben der medizinischen Diagnose auch psychologische Beratung und Aufklärung über Förderangebote und finanzielle Unterstützung bieten.

 

ICH LIEBE MEIN LEBEN und möchte es nicht immer verteidigen müssen. 

 

Marianne Hengl

aktion leben österreich, Dorotheergasse 6-8, 1010 Wien | PSK-Konto 7.331.600 | BLZ 60.000 | Tel. 01/512 52 21
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