Dienstag 19. September 2017

Inhalt:

Schulz Doris 18.02 2011
LAbg.
Die Politik setzt hier einrichtiges Zeichen. Danke an Ministerin Bandion-Ortner und ihr Einsatz trotz Gegenwind dafür.
Schulz Doris 18.02 2011
Medienfrau
Bitte weiterkämpfen
Biedermann Susanne 16.02 2011
Mensch
Ein jeder ist wertvoll, so wie er/sie ist!
Grubner OStR. Prof. Dr. Josef 16.02 2011
Familienverband der Diözese St. Pölten/Vorsitzender
In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich? Es ist unerträglich, behinderte Kinder als "Schadensfall" zu behandeln und die Eltern mit ihren Sorgen und Problemen weitgehend allein zu lassen. Die Betreuung von Kindern mit Behinderung ist eine besondere Leistung. Deshalb muss es auch entsprechende Abgeltungen und Unterstützungen sowohl für die Kinder mit Behinderung als auch deren Eltern geben. Dies sollte in einer kinderfreundlichen und solidarischen Gesellschaft selbstverständlich sein.
Schoisengeyer Josef 16.02 2011
Obmann des Club 81 – St. Pölten - Club für Behinderte und Nichtbehinderte
Menschen mit Behinderung sind kein Schadensfall
Ich kam als Mensch mit einer körperlichen Behinderung zur Welt. Daher bedeutet es für
mich als „Schadensfall“ bezeichnet zu werden, der menschlichen Würde beraubt zu sein.
Meine Eltern haben mich nie als „Schadensfall“ gesehen, sondern als völlig gleichwertigen
Menschen. Ihre Liebe und Zuwendung galt mir und meinem Bruder gänzlich ungeteilt.
Vom Gesetzgeber ist zu verlangen, dass er die Eltern behinderter Menschen in
besonderer Weise unterstützt und er entsprechende Maßnahmen setzt, so dass
erforderliche Therapieangebote und Therapiezentren vorhanden sind und dass die
schulische, gesellschaftliche und berufliche Integration tatsächlich gegeben ist. Weiters ist
zu verlangen, dass er behinderungsbedingte Mehraufwendungen in vollem Ausmaß
finanziell abdeckt.

Eine Gesellschaft, die Menschen mit Behinderung als Schadensfalls ansieht, verliert den
Anspruch als humanitär bezeichnet zu werden. Wer wird dann als Nächster/Nächste als
Schadensfall bezeichnet werden …?

Der frühere deutsche Bundespräsident Dr. Richard von Weizäcker sagte zum Thema
Behinderung ganz richtig: „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein
Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann."

Jedem einzelnen Menschen kann es zu jeder Stunde passieren, dass er zum Kreis jener
Personen gehört, die mit einer körperlichen, geistigen und psychischen Behinderung ihr
Leben gestalten und bewältigen müssen.
Seidl Magdalena 15.02 2011
OVB- Agentin
Denken Sie sich, man hätte Sie abgtrieben; noch lange, bevor Ihr Leben richtg losgeht. Was wäre Ihnen alles entgangen? Die Gefahr ist, dass auch gesunde Kinder abgtrieben werden. Aus Angst "vorsichtshalber". Das kann doch nicht gut sein. Besser finde ich, Frauen und Familen zu helfen. Alle die keine Kinder großziehen, sollten finanziell dazu beitragen. Denn die Kinder von heute bezahlen die Pensionen von morgen. Ärtze sollen nicht bestraft werden! Ihre Aufgabe ist es das Leben zu schützen.
Ramsebner Regina 15.02 2011
Mutter
Unser Sohn ist mit beidseitiger Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. Er ist kein Schadensfall, sondern das größte und wertvollste Geschenk, das wir nicht missen möchten.
Primig Birgit 14.02 2011
PR-Beraterin, Trainerin, Autorin
Gesetze entstehen immer unter Einfluss des jeweiligen Zeitgeistes, spiegeln die "öffentliche Meinung". Umgekehrt machen Gesetze auch Meinung, indem sie latente Meinungen ausformulieren.
Gesetze, die Menschen differenziert behandeln, und sei es "nur" in ihrer Auslegung durch Gerichtsentscheidungen, widersprechen dem Gleichheitsprinzip. Sie fördern (Be)Wertungen von Menschen nach bestimmten Kriterien.
Eine Politik, die sich zum Teil gegen eine Abschaffung von Wertungen in Gesetzen und deren Auslegungsmöglichkeiten wehrt, ist offenbar nicht mehr dem Gleichheitsprinzip und der Gleichwertigkeit aller Menschen unabhängig von irgendwelchen Merkmalen verpflichtet. Wenn aus diesen Reihen der Politik von "Barrierefreiheit" gesprochen wird, ist sie - leider - völlig unglaubwürdig. Wenn sie das noch mit Parolen zu argumentieren versucht, die für unsere Großmütter richtig waren, ist sie nicht einmal mehr lernfähig. Beharrung sollte eigentlich kein politisches Instrument sein.
Thurner Christine 14.02 2011
PR-Management
Die zunehmende Sicherheitsorientierung der Gesellschaft treibt grausame Blüten. Ich empfinde diese Schadenersatz-Diskussion als ein besonders abschreckendes Beispiel dafür, wie einerseits lächerlich der Wunsch nach einem "Recht auf Gesundheit" ist und andererseits wie skandalös Menschen mit Behinderung von Gesetzes wegen stigmatisiert werden sollen? Das widerspricht meinem ethischen Grundverständis voll und ganz.
Guldner Maria 14.02 2011
Hebamme
Ich finde auch ganz klar, dass ein behindertes Kind kein Grund für einen "Schadenersatz" sein darf!!!! Jedes Kind hat das Recht zu leben, zumal ja Kinder mit Behinderungen auch sehr glückliche Kinder sein können.
Statt dessen muss das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden, die Eltern in solchen Situationen psychologisch, logistisch aber auch finanziell zu unterstützen!!!! Eltern sind oft sehr stark und können die oft schwierige und außergewöhnliche Situation meistern. Allerdings braucht jeder - und vor allem diejenigen, die im Fall einer Behinderung eines geborenen Kindes noch mehr belasteten Eltern - eine Pause, Zeit um sich zu regenerieren, damit man wieder viel Liebe geben kann. Das würde in meinen Augen sehr vielen Eltern auch in der Anfangszeit helfen, wieder eine Perspektive zu sehen. Man darf nicht vergessen: JEDES Kind gibt einem viel Liebe und Freude zurück. Die Zeichen sind nur manchmal unterschiedlich.
Mazal Univ.-Prof. Dr. Wolfgang 14.02 2011
Ich bin der festen Auffassung, dass es für die Humanität einer Gesellschaft abträglich ist, wenn sie Behinderung als Schaden ansieht und mit den Mitteln des Schadenersatzrechts Abhilfe zu schaffen versucht. Dieses Instrument führt auch zu unsachlichen Ungleichbehandlungen von Menschen, denen über das Instrument des Schadenersatzrechts geholfen wird, gegenüber anderen Behinderten.

Nicht zu übersehen ist allerdings auch, dass die Androhung von Haftung allgemein als akzeptiertes Instrument zur Hebung von Sorgfalt gilt; und dass über das Schadenersatzrecht derzeit massive materielle Unterstützung für manche Behinderte möglich wird.

Ich meine, dass man alle Karten im Thema „wrongful birth“ neu mischen muss. Der Idealweg für mich wäre, eine Aufhebung des Schadenersatzes mit einer sozialrechtlichen Lösung zu kombinieren, auf deren Basis für Geburtsbehinderte finanzielle und logistisch-organisatorische Hilfe gewährleistet wird. Gleichzeitig sollte zur Wahrung der Sorgfalt ein eingeschränkter Regress an schuldhaft Handelnde möglich sein, der allerdings so ausgestaltet sein muss, dass weder Ärzte noch Eltern inhuman unter Druck kommen.

Leisten wir uns den „Luxus“, nach einer innovativen Lösung zu suchen!
Jakel Silvia 14.02 2011
Projektsmanagerin
Leider sind wir in eine Welt der Schadenersatzklagen angelangt. Ich finde es sehr bedenklich das Ärzte für eine unglückliche Ursache, welche man nie ausschließen kann, geklagt werden können bzw. über das Leben eines Ungeboren entscheiden sollen/müssen. Wer entscheidet ab wann ein Kind nicht lebensfähig/lebenswürdig ist.

Ich bin froh, dass mir solche Fragen/Entscheidungen in meiner Schwangerschaft erspart blieben, da die Medizin noch nicht "soweit" war. :-) selbst das Geschlecht wollten/konnten Sie nicht eruieren. Die Geburt meiner Tochter war die schönste "Überraschung" und Bereicherung in meinem Leben.
Obermüller Waltraud 13.02 2011
Mutter
Mein Sohn wurde mit Trisomie 21 geboren. Niemals würden wir ihn missen wollen. Auch wenn der Alltag um einiges schwieriger ist, ist er auch reicher. Trotzdem wären wir dankbar, gäbe es praktische Entlastung. Wenn es selbstverständlich wäre, dass unsere Kinder integriert werden, Eltern nicht um alles kämpfen müssten, um wieviel leichter wäre für werdende Eltern die Entscheidung für ein Kind mit Behinderung. Und unser Jeri selber, würde erschrecken wenn ihm jemand sein Lebensrecht streitig machen würde. Er liebt das Leben. Und wir ihn.
Zenz Doris 12.02 2011
Dipl.Gesundheits und Krankenschwester - Geburtshilfe
Ich habe in meinem Beruf schon sooft erlebt, mit welcher Ignoranz Eltern behandelt werden, die sich gegen eine pränatal Diagnostik entschieden haben. Manche Kinderärzte und leider auch Kolleginnen haben kein Verständnis dafür. Ich frage mich immer wieder, warum dürfen nur "Perfekte" Kinder geborgen werden? Habe kranke und behinderte Kinder kein Recht auf ein schönes leben?
Wer hat eigentlich das Recht dazu, ein werdendes Leben zu vernichten, nur weil der Chromosomensatz nicht stimmt? Ebenso sollten sich Eltern einmal überlegen, dass ihnen ein gesundes Kind geboren wird, aber durch ein Unglück oder eine Krankheit wird es zum Pflegefall oder ist auch eingeschränkt, würden sie auch dieser Kind töten, nur weil es nicht perfekt ist. Ebenso kann ich Eltern nicht verstehen, die sofort nach Schadenersatz schreien, wenn ein Kind mit gesundheitlichen Problemen geboren wird.
Meine Meinung dazu: Jedes Kind hat ein Recht auf Leben und Liebe. Der Staat ist dazu aufgefordert Kinder mit Problemen alle möglichen Förderungen zu ermöglichen und die Familie so zu fördern, dass die Mutter oder der Vater ständig bei ihrem Kind sein können, ohne in den finanziellen Ruin zu gelangen.
Die Liebe die wir speziell diesen Kindern gebe, kommt mit Zinsen zurück.
Ich wünsche allen Eltern viel Kraft mit ihren speziellen Kindern.
Merkinger Ernst 12.02 2011
Religionspädagoge
Kinder sind niemals ein Schadensfall, sie sind ein Geschenk, die uns so manche Lebensaufgabe stellen, an der wir als Eltern reifen dürfen! Die Menschenwürde ist unteilbar, das wissen wir gerade als Christen!
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